German
English

Haben Sie sich jemals gefragt, ob Ihr Essen gentechnisch verändert wurde? Oder welche Holzsorte für Ihren neuen Schrank verarbeitet wurde? Die Biologie hat einige recht einfache Methoden entwickelt um solche Fragen zu beantworten. Viele davon beruhen auf der Polymerase-Kettenreaktion (PCR), einem vor über 30 Jahren entwickelten Standardverfahren.

Die Laborausstattung für PCR ist immernoch sehr teuer und damit für Bastler und Schulen nicht erschwinglich. Das wollen wir ändern!

Wir entwickeln drei Geräte, um Molekularbiologie für jeden erschwinglich und damit zugänglich zu machen! Die Geräte werden für Bildungszwecke auf Oberstufenniveau entwickelt, diese können auch von begeisterten Bastlern verwendet werden. Der Gedanke ist es, vollständige Sätze aller notwendigen Teile anzubieten, um die Umwelt zu untersuchen.

Im Mittelpunkt der Molekularbiologie steht die Polymerase-Kettenreaktion, welche es ermöglicht, bestimmte DNA-Abschnitte (zum Beispiel ein Gen) zu vervielfältigen. Mit dieser Methode kann man auf einfache Art und Weise prüfen, ob eine mikroskopische Menge DNA (das ist die Menge, die man üblicherweise zur Verfügung hat) eine bestimmte Sequenz enthält. Gelelektrophorese erlaubt es Ihnen, die vervielfältigten DNA-Stücke ihrer Länge nach mithilfe von Elektrizität aufzuspalten. Durch die Verwendung eines speziellen Farbstoffes können Sie die verstärkten DNA-Abschnitte in Ihrem Gel sichtbar machen.

Die folgenden Fragen können mit dieser Methodik beantwortet werden (natürlich gibt es weitaus mehr):

  • Was für ein Tier ist in meinem Essen?
  • Ist mein Essen gentechnisch verändert?
  • Welches Geschlecht hat mein Papagei?
  • Wie gut ist die Wasserqualität eines nahe gelegenen Bachs?
  • Ist mein Schrank aus Tropenhölzern hergestellt?
  • Ist mein Mischlingshund teilweise von einer bestimmten Rasse?

In der Zukunft besteht großes Potenzial darin, durch eine intuitive, kollaborative Web-Plattform, große Datenmengen zu sammeln und damit Biodiversität, geografische Bio-Informationen und Umweltverschmutzung zu überwachen. Diese Plattform würde nicht nur Wissenschaftler unterstützen, sondern auch jedem einzelnen Nutzer ermöglichen, seine eigenen Ergebnisse vergleichen zu können.

Diese Plattform könnte auch durch Apps, Gamifizierung und weitere, neue Geräte zugänglich gemacht werden.